Pressemeldung Familiensynode 2014 Zwischenbilanz
Familiensynode: „Wir stehen bereits weit über der Mittellinie“ KAÖ-Präsidentin Schaffelhofer zu den Ergebnissen der außerordentlichen Bischofssynode: Echte Chance auf Reformen

 

Die Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), Gerda Schaffelhofer, sieht mit der zu Ende gegangenen außerordentlichen Bischofssynode einen wichtigen Schritt in Richtung Reformen getan. Wörtlich erklärt sie zu den bisherigen Ergebnissen der Beratungen:

 

„Wir stehen bereits weit über der Mittellinie, müssen den Ball nur noch ins Tor bringen. Und das wird uns auch gelingen. Wir sind auf dem richtigen Weg, und das in einem erstaunlichen Tempo, bedenkt man aus welcher Verteidigungsposition wir gestartet sind. Natürlich kann es uns aufgrund des Rückstaus nie schnell genug gehen; unsere Ungeduld ist verständlich, aber nicht immer hilfreich. Wer hätte noch vor wenigen Monaten gedacht, dass die Kräfte der Erneuerung, die Befürworter des Reformkurses in einem solchen synodalen Prozess überhaupt gehört würden und eine Chance hätten?

Wer hätte für möglich gehalten, dass die heißen Eisen ‚Scheidung‘, ‚Wiederheirat‘ und ‚homosexuelle Lebensgemeinschaften‘  offen diskutiert  und eine neue Weichenstellung erfahren, die von einer qualifizierten Mehrheit befürwortet wird?

 

Das Glas ist noch nicht am Überlaufen, aber es ist mehr als halbvoll. Das sollten wir sehen und uns an die Arbeit machen, denn bis zur ordentlichen Synodenversammlung ist noch einiges an Argumenten und Beiträgen in die Diskussion einzubringen und zu ergänzen.

 

Es kann nicht darum gehen, das christliche Ideal von Ehe und Familien wegzudiskutieren, sondern ganz im Gegenteil, dieses wieder zum Strahlen zu bringen, ohne aber jenen, die daran gescheitert sind, die Möglichkeit eines Neuanfanges zu verwehren. Wer sein Scheitern benennt und bekennt, darf auf die Barmherzigkeit Gottes vertrauen. Daher hat die Kirche kein Recht, einen Neuanfang zu verweigern, wenn dieser einer reifen Gewissensentscheidung entspringt.  Es geht dabei nicht um ein ‚Weichspülen‘ des Ideals von Ehe und Familie, sondern um Respekt vor dem Gewissen des einzelnen, der sich nach Bekenntnis seines Scheiterns in der grenzenlosen Güte Gottes geborgen weiß.“

 


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